Pressemitteilungen

Hetze gegen das MittenDrin

 

Es ist für uns keine neue Erfahrung: Hetze gegen das MittenDrin. Eigentlich schon immer wurden über uns die wildesten Geschichten und Gerüchte verbreitet. Das Ganze ist auch nicht weiter verwunderlich – wenn sonst nichts los ist, dann muss eben nachgeholfen werden. Und die Existenz eines linken Jugendzentrums allein reicht schon aus, um die Fantasie zu beflügeln.

Einige dieser Gerüchte finden Zugang in unser Haus und können so widergeben, was “draußen” über uns gedacht wird. Der größte Teil kommt bei uns wohl nicht an – das ist auch besser so. Woher die Stories kommen? Wir wissen es nicht. Hier einige Beispiele aus der Vergangenheit:

  • Angeblich werden im MittenDrin Katzen gegessen (besonders witzig dabei: wir kochen ausschließlich vegan)
  • Es gäbe bei uns “Ritzpartys”, bei denen sich die Besucher_Innen gegenseitig mit Rasierklingen in die Arme schneiden
  • Unsere Partys enden angeblich oftmals in Orgien
  • Inhalte der VS-Berichte der letzten beiden Jahre
  • Vergewaltigungen würden durch den Vorstand gedeckt werden
  • Wir animieren Jugendliche zum Konsum von harten Drogen
  • Das MittenDrin begehe Sachbeschädigungen in der Stadt
  • In unserem Keller würden Sprengsätze hergestellt werden
  • Es gäbe freilaufende Ratten in der Wohngemeinschaft

Diese Liste ließe sich beliebig erweitern (ergänzende Kommentare erwünscht!). Müßig zu sagen, dass Personen, die solche Gerüchte streuen, in den seltensten Fällen, jemals im MittenDrin waren. Ebenfalls überflüssig zu erwähnen, dass die meisten Anschuldigungen auch an Inhalten vorbei gehen, die bei uns kontrovers diskutiert werden, wie z.B. Veganismus, Definitionsmacht, Konzept des Schutzraumes, gewaltfreier Widerstand, Sexismus usw.

Bisher haben wir es deshalb mit den Ärzten gehalten: Lass die Leute reden…

Allerdings häufen sich in letzter Zeit die Anschuldigungen gegen uns in der Presse. Insbesondere Herr Siegfried Wittkopf, der ausgerechnet für die LINKE in der Stadtverordnetenversammlung sitzt, fällt wiederholt durch verbale Entgleisungen auf. Woher Herr Wittkopf seinen Hass auf das MittenDrin, auf junge Anarchist_Innen, Kommunist_Innen und andere linke Strömungen nimmt, ist uns völlig unklar. Warum er sich wiederholt und öffentlich haltloser und nichtbeweisbarer Lügen bedient, bleibt ebenso schleierhaft wie die Frage, warum die lokale Presse ihm immer wieder ein Podium für seine Anschuldigungen bietet.

Ein aktuelles Beispiel in aller Kürze: Der lokalen Presse war zu entnehmen, dass Herr Wittkopf enthüllte, wir hätten einer Praktikantin nur deshalb ihren Platz gekündigt, weil ihr Vater bei den Neuruppiner Stadtwerken arbeite und das MittenDrin Angst vor Einblicken in das Vereinsleben hätte. Zumindest der letzte Teil stimmt. Allerdings war uns der Vater weder bekannt, noch spielte er oder sein Beruf irgendeine Rolle. Vielmehr wurde uns zugetragen, dass die zukünftige Praktikantin mit gewaltbereiten Nazis befreundet ist. Das war für uns der Anlass das Gespräch zu suchen und den Arbeitsvertrag anschließend aufzulösen. Denn es ist für uns nicht tragbar, dass Nazis an Informationen über Besucher_Innen und Abläufe des MittenDrins kommen. In unseren Augen liegt die Sache an dieser Stelle völlig klar auf der Hand und jede weitere Diskussion sollte überflüssig sein. Wer diese Notbremse nicht versteht, wurde wahrscheinlich noch nie Ziel eines Naziangriffs.

Dass hieraus nun ein kleines Politikum geschrieben wird, finden wir beachtlich. Ursprünglich hatten wir uns darauf geeinigt, den Kontakt zu Nazis öffentlich nicht weiter zu nennen – da uns dadurch aber eine “Vernebelungstaktik” angehangen wird, wollten wir dies hiermit richtig stellen.

 

Wir fordern die lokale Presse auf, weiterhin sauber zu recherchieren und keinen Sensationsjournalismus zu betreiben, wie es in diesem Fall leider und zu unserer Enttäuschung geschehen ist. Wir haben zu unserem Entsetzen die Recherchemethoden der BILD-Zeitschrift feststellen müssen.

Wir laden Herrn Wittkopf hiermit ins MittenDrin ein, in der Hoffnung, dass er so in die Lage versetzt wird, seine Vorurteile gegen uns abzubauen. Ebenso verwehren wir uns gegen weitere unbegründete Anschuldigungen und Gerüchte!

 

 

 

                                                                                                                                                

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