Heute um 14Uhr wird es auf dem Schulplatz in Neuruppin einen Infostand zu Oury Jalloh geben! Dieser soll über Oury Jalloh informieren, die jetzige Situation und Spenden für ein Brandgutachtenzu sammeln, welches 40 000€ kostet.

Weitere Informationen:

„Vor fast 8 Jahren, am 07.01.2005 wurde Oury Jalloh in einer Dessauer Polizei Zelle verbrannt.

Er wurde mit 3 Promille Alkohol im Blut festgenommen und an eine feuerfeste matratze gefesselt. Laut Polizei und Behörden soll er sich selbst angezündet haben. Alle Ermittlungen und Gutachten seitens der ermittelten Behörden liefen nur in Richtung Selbstmordthese ! Von der Nebenklage beantragten Gutachten ohne Vorgabe der Selbstmordthese wurde nicht stattgegeben. Das Verfahren vor dem Landgericht Magdeburg ist nun beendet; eine Aufklärung der Todesumstände Oury Jallohs hab es in diesem Prozess – wie zu erwarten – wieder nicht. Die Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt versucht damit den rassistischen Mord an Oury Jalloh für immer unter den Teppich zu kehren!

 

Viele Hinweise deuten auf Mord:

Ein Nasenbeinbruch, der erst bei der 2. von der Initiative durchgesetzten und bezahlten Obduktion endeckt wurde, und der in beiden Verfahren einfach ignoriert wurde; ein Feuerzeug welches erst 2 Tage nach Beweissicherung auftauchte und weder Spuren von Oury, seiner Kleidung oder der Matratze an sich hatte; verschwundene Video- und andere Beweismaterialien; zweifelhafte und sich widersprechende Zeugenaussagen; ein Dessauer Richter, der diesen Vorgängen am Tag der ersten Urteilsverkündung öffentlich die Rechtsstaatlichkeit absprach…

Gutachten belegen, dass

– Oury sich nicht selbst (gefesselt, unter 3Promille, nach Leibesvisitation) angezündet haben kann

– er bereits bewusstlos war, bevor das Feuer ausbrach

– die zuständigen Beamten Ourys Hilferufe bis in die Zentrale hätten hören müssen

– solch eine Matratze nicht ohne Brandbeschleuniger innerhalb 20min. abbrennen kann

– keine entsprechenden DNA Spuren oder Faserreste am Feuerzeug waren

Die Liste der Hinweise könnte noch lange fortgesetzt werden.

Im letzten Jahr wurden AktivistInnen der „Initiative Oury Jalloh“ (nicht zum ersten Mal) im Vorfeld ihrer jährlichen Gedenkdemo bedroht und nach Beendigung der firedlichen Demo von der Polizei ins Krankenhaus geprügelt. (http://vimeo.vom/34900515)

In Dessau kan es zudem im Jahr 2000 zu dem rassistischen Mord an Alberto Adriano und 2002 zu dem bisher ungeklärten Tod des Obdachlosen Mario Bichtermann in derselben (!) Polizeizelle unter dem selben Dienstgruppenleiter und demselben Polizeiarzt!“

 

 

 

 

AUFKLÄRUNG JETZT!

Der Staat versucht hier mit allen Mitteln einen Mord in einer deutschen Polizeizelle zu vertuschen. Die vielen Indizien, welche die staatlichen Selbstmordthesen geradezu ausschließen, fanden in den Prozessen keinerlei Beachtung.

 

BRANDGUTACHTEN MUSS HER!

Der Schlüssel zur Aufklärung liegt in einem Brandgutachten, welches unter anderem beweisen könnte, dass das Brandbild der Matratze nicht ohne Brandbeschleuniger erreicht worden wäre. Damit wäre die Selbstmordthese widerlegt und bewiesen, dass Polizisten Oury Jalloh ermordet haben.

 

Diese Gutachten kosten 40.000€ – das ist sehr viel Geld, aber leider notwendig um diesen Fall aufzuklären. Die Mörder von Oury Jalloh dürfen nicht mit Geldstrafen davonkommen. Der Staat darf nicht damit durchkommen, einen Mord zu vertuschen. Und schließlich: Es braucht eine gesellschaftliche Diskussion dazu, denn

 

DAS PROBLEM HEISST RASSISMUS!

 

Spendet für das Gutachten und die Aufklärung!

InhaberIn: Initiative im Gedenken an Oury Jalloh

Konto: 1233 601

BLZ 100 205 00

Zweck: Brandgutachten

 

Mehr Infos:

http://thecaravan.org/node/3606

http://www.antirassismus-telefon.de/index.php/Hauptseite

http://de.indymedia.org/2012/12/339208.shtml