MittenDrin-History

Der Verein JWP “MittenDrin” e.V.

Was ist eigentlich das MittenDrin? Biermann sagte einst “Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.” Wir bleiben uns treu.

Ziele des Verein nach unserer Konzeption

Die Pluralisierung unserer Gesellschaft und die gleichzeitige Individualisierung von Lebenslagen und Lebensstilen eröffnen auf der einen Seite den Jugendlichen einen großen Freiraum und damit verbundene vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten, andererseits bedingt diese Komplexität eine zunehmend erschwerte Orientierung bei der Wahl des individuellen Lebensstils und Lebensziels. Dies spiegelt sich auch in der heutigen Ellenbogengesellschaft wieder, in der Schule und Familie leider immer weniger in der Lage sind Jugendlichen ein gesundes Demokratiebewusstsein zu vermitteln. Ein Beispiel dafür sind die zunehmende Gewaltbereitschaft und die steigende Anzahl rechtsorientierter Übergriffe auf Menschen aller Alters- und Gesellschaftsklassen.

Ziel ist es, Jugendliche aus Neuruppin und Umgebung sowohl soziokulturell als auch für politische und aktuelle Begebenheiten zu sensibilisieren. Nach § 1 Abs. 3.1 (SGB VIII) fördert der Verein ein gleichberechtigtes, tolerantes Miteinander von allen BesucherInnen, unabhängig ihrer sozialen Stellung und finanziellen Ressourcen.

Wir stellen jungen Menschen Angebote zur Förderung ihrer Entwicklung zur Verfügung, die an deren Interessen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen und hinführen (vgl. § 11 Abs.1 des SGB VIII).

So wird das Infocafé von Jugendlichen in Selbstverantwortung betrieben. In Form der Bereitstellung politischer Informationen oder in unseren Diskussionsrunden wecken wir bei den Jugendlichen demokratisches Wertebewusstsein, denn nach § 1 Abs.1 des SGB VIII hat jeder junge Mensch „ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“.
Um dies zu gewährleisten gehen wir auf alle Subkulturen ein, um ein soziales, humanitäres und tolerantes Miteinander zu fördern, was sich in unseren Einzelprojekten zeigt.

In den Anfängen der Persönlichkeitsentwicklung wirken Schule und Familie prägend. Jedoch ist es ein natürlicher Prozess, dass sich Jugendliche in der Pubertät von diesen abgrenzen und sich individuell entfalten wollen. Diese Entwicklungsphase begleiten wir helfend und unterstützend und geben Jugendlichen die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Selbstfindung. Sei es, sich multiperspektivisch zu informieren, im Internet, Infocafé, in der Bibliothek, in Seminaren oder Infoveranstaltungen, sich kreativ zu betätigen, z.B. bei der Wandgestaltung des Cafés, oder sich selbst zu verwirklichen und eigenständig Projekte und Veranstaltungen in Gruppen zu planen und durchzuführen. Durch Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften oder durch das Bilden eigener Interessengruppen wird die Entwicklung älterer Kinder und Jugendlicher durch soziales Lernen in der Gruppe gefördert (vgl. §29 des SGB VIII). Das Erlernen des Wechselns von Perspektiven ist grundlegend für Jugendliche in unserer differenzierten pluralistischen Gesellschaft.

Wichtig ist zu erwähnen, dass für jeden Jugendlichen die Möglichkeit besteht, sich im Plenum (vgl. 3.2) zu artikulieren und aktiv bei Entscheidungen, die das JugendWohnProjekt „MittenDrin“ e.V. betreffen, mitzuwirken. So nehmen Jugendliche am demokratischen Entscheidungsprozess teil, um den Betrieb der Einrichtung ihren aktuellen Wünschen anzupassen, wobei das soziale Miteinander, die Diskussions-, Kritik- und Entscheidungsfähigkeit gefördert sowie Kompromissbereitschaft und Eigenverantwortlichkeit geschult werden und das Selbstbewusstsein gestärkt wird (vgl. § 11 Abs. 2 u. 3 und § 14 Abs. 2.1. des SGB VIII). Das Erlernen von Basisdemokratie sowie soziokulturelle und politische Verantwortung wahrzunehmen sind pädagogische Grundziele unseres Vereins und Forderungen des § 11 Abs. 1 des SGB VIII.

Um diese Bedürfnisse zu erfüllen und um unsere Ziele umsetzen zu können braucht der Verein die Unterstützung einer Fachkraft, weshalb ein/e Sozialpädagoge/in im JugendWohnProjekt „MittenDrin“ e.V. wichtig ist. Diese Fachkraft bietet nach § 13 Abs. 1 des SGB VIII jungen Menschen, „die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen an, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern“.